Lange bevor der Name Haaland weltweit vor allem für spektakuläre Tore und Rekordablösen stand, war er in England bereits bekannt, allerdings aus einem völlig anderen Grund. Alf-Inge Haaland, Vater des heutigen Manchester-City-Stürmers Erling Haaland, durchlief selbst eine bemerkenswerte, wenn auch von einem einzigen Ereignis überschattete Karriere in der englischen Premier League.
Die Anfänge: von Norwegen über den BSC Young Boys nach England
Geboren am 23. November 1972, begann Alf-Inge Haaland seine Karriere in seinem norwegischen Heimatverein, ehe er über den Schweizer Klub BSC Young Boys 1994 den Sprung nach England schaffte. Bei Nottingham Forest etablierte er sich zunächst als vielseitiger Defensiv- und Mittelfeldspieler, bevor ihn Leeds United 1997 für umgerechnet rund 1,6 Millionen Pfund verpflichtete.
Das folgenreiche Duell mit Roy Keane
Bereits im September 1997 kam es zu einem Zusammenstoß mit Manchester Uniteds Kapitän Roy Keane, der sich dabei selbst schwer am Kreuzband verletzte. Haaland und ein Mitspieler warfen Keane damals vor, seine Verletzung vorzutäuschen, ein Vorwurf, den Keane nie vergaß. Vier Jahre später, im April 2001, revanchierte sich Keane im Manchester-Derby mit einem Foul am rechten Knie Haalands, das er später in seiner Autobiografie selbst als vorsätzlichen Racheakt beschrieb. Für dieses Foul wurde Keane für drei Spiele gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt.
Karriereende und Rückzug ins Privatleben
Haaland spielte nach dem Foul zwar noch das laufende Spiel sowie eine weitere Partie zu Ende, wurde danach jedoch nicht mehr für Manchester City aufgeboten. Offiziell beendete er seine Karriere 2003 wegen anhaltender Beschwerden am anderen Knie, wobei er selbst später einräumte, dass er nach der Auseinandersetzung mit Keane nie wieder ein vollständiges Spiel über neunzig Minuten bestritten habe. Nach seinem Karriereende zog er sich zunächst weitgehend aus dem Profifußball zurück und war in Norwegen unter anderem in der Immobilienbranche tätig.
| Station | Zeitraum |
|---|---|
| Nottingham Forest | 1994 bis 1997 |
| Leeds United | 1997 bis 2000 |
| Manchester City | 2000 bis 2003 |
Die Rückkehr auf die große Fußballbühne
Auf die internationale Fußballbühne kehrte Alf-Inge Haaland zurück, als sein Sohn Erling in den späten 2010er-Jahren zu einem der begehrtesten Nachwuchsstürmer Europas heranwuchs. Seither übernimmt er neben der offiziellen Beraterin Rafaela Pimenta eine enge beratende Rolle im Umfeld seines Sohnes und war unter anderem maßgeblich am Wechsel Erlings zu Borussia Dortmund beteiligt.
- Profikarriere bei Nottingham Forest, Leeds United und Manchester City
- Prägende, folgenschwere Rivalität mit Roy Keane
- Karriereende 2003 nach anhaltenden Knieproblemen
- Heute enger Berater in der Karriereplanung seines Sohnes Erling
Eine ausführliche Einordnung seiner Spielerkarriere sowie seiner heutigen Rolle im Umfeld von Erling Haaland bietet https://www.innauerfacts.at/personen/alf-inge-haaland/, wo einzelne Karrierestationen chronologisch aufgearbeitet werden.
Manche Karrieren werden weniger durch ihre Erfolge als durch einen einzigen Moment definiert, dessen Nachwirkungen weit über den Sport hinausreichen.
Fazit
Alf-Inge Haalands eigene Laufbahn in der Premier League wurde maßgeblich von seiner Rivalität mit Roy Keane geprägt, überschattete jedoch nie vollständig seine fußballerischen Verdienste bei drei englischen Traditionsvereinen. Heute erlebt er als enger Berater seines Sohnes Erling eine bemerkenswerte zweite Karriere im Zentrum des internationalen Fußballs.